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Benotung in der Schule – gerecht oder ungerecht?

Tests, Klassenarbeiten und Zeugnisse – nicht immer stehen dort Noten, die sich Eltern und Kinder wünschen. Das hat viele Gründe. Manchmal jedoch fühlen sich Schülerinnen und Schüler schlichtweg ungerecht benotet. Und gelegentlich teilen ihre Eltern diese Sicht. Grund für uns, das Thema Notengerechtigkeit einmal intensiv zu beleuchten.

Kinder, die sich fürchten, ihr Zeugnis zu Hause zu zeigen, wütende Eltern, die ihr Kind ungerecht benotet sehen – das Thema Zensuren wird nicht immer sachlich diskutiert. Wir wollten es genauer wissen.

Zensuren in der Schule: eine faire Angelegenheit

In unserem Auftrag hat das Meinungsforschungsinstitut forsa eine repräsentative Umfrage zur Notengerechtigkeit durchgeführt. Rund 1.000 Eltern von schulpflichtigen Kindern wurden dazu befragt, wie gerecht sie die Benotung ihrer Kinder empfinden. Entgegen landläufiger Meinung herrscht kein Dauerzoff zwischen Eltern und Lehrenden. Im Gegenteil: Auch, wenn ein Drittel der Befragten mindestens eine Note im letzten Zeugnis des Kindes als ungerecht empfanden, die Mehrheit (65 Prozent) ist überzeugt davon, dass es bei der Benotung fair zugeht. Sie sind der Ansicht, dass in erster Linie die tatsächlichen Leistungen des Kindes zählen (88 Prozent Zustimmung) und Faktoren wie der familiäre Hintergrund nur eine untergeordnete Rolle spielen (36 Prozent Zustimmung).

Interessant war die Erkenntnis, dass Mütter mit 35 Prozent etwas häufiger als Väter das Gefühl haben, ihre Kinder würden ungerecht benotet. Das Gespräch mit der Lehrkraft suchen dafür eher die Väter. 41 Prozent der Männer stehen hier 34 Prozent der Frauen gegenüber. „Eltern haben ein gutes Gespür für das Leistungsvermögen ihrer Kinder und vertrauen grundsätzlich darauf, dass Lehrende dies ebenfalls haben“, sagt dazu Max Kade, Pädagogischer Leiter des Studienkreises. 

Infografik Gerechte Noten

Wie zeitgemäß sind Noten überhaupt noch?

Im Interview mit Elternbloggerin Alu Kitzerow-Manthey vom Blog grossekoepfe.de hat unser Pädagogischer Leiter, Max Kade, außerdem erläutert, warum seine Lieblingsnote die 7 ist, Schülerinnen und Schüler schlechte Noten als Bloßstellung erleben und wie Eltern ihre Kinder im Umgang damit unterstützen können. In unserem Livetalk zu ungerechten Noten auf Facebook tauchte immer wieder die Frage auf, wie zeitgemäß Noten eigentlich noch sind. Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht, wie sich zeigte. Denn trotz begrenzter Aussagekraft funktioniere es nicht, Noten einfach abzuschaffen, so Max Kade. Noten seien ein „eingeführtes und gelerntes Maß zur Verteilung von Zukunftschancen“.

Livetalk beim Studienkreis zum Thema Gerechte Noten

Ebenfalls interessant: Sehr gut und gut scheinen für Eltern häufig die einzigen akzeptierten Noten zu sein, denn „gut“ klingt gut. „Dabei sind auch drei und vier, die für befriedigend und ausreichend stehen, durchaus noch akzeptabel und machen aus den Kindern keine schlechten Menschen“, betonte die dreifache Mutter Alu. Max Kade ergänzte: „Wenn Eltern mit ihren Kindern gelernt haben und diese dann nicht die erwartete Note mit nach Hause bringen, fühlen sich Mutter oder Vater oft unterbewusst selbst ungerecht benotet.“

Am wichtigsten ist der Austausch

Vor dem Talk hatte die Elternbloggerin reichlich Erfahrungsberichte von Eltern gesammelt. Häufig wurde darin die Frage aufgeworfen, wie gerecht Noten überhaupt sein können. Vor allem bei kreativen oder sportlichen Leistungen empfinden viele die Bewertung als zu subjektiv getrieben. „Müssen nicht auch Charaktereigenschaften wie Schüchternheit bei der Bewertung berücksichtigt werden?“, fragte deshalb eine Mutter. Eine andere Teilnehmerin stellte die Frage in den Raum, ob es überhaupt Sinn ergibt, mit Lehrkräften über eine als ungerecht empfundene Note zu sprechen. Ihrer Erfahrung nach bleibe auch eine daraufhin veränderte Benotung willkürlich.

Für viele besonders schwierig: Wie geht man als Mutter oder Vater damit um, wenn sich das Kind dauerhaft ungerecht benotet fühlt? Bloggerin Alu berichtete von ihren eigenen Erfahrungen als Schülerin und wie ein schließlich gemeinsam mit der Mutter und der Lehrerin geführtes Gespräch für Klarheit sorgte. „Bleiben Sie im Austausch mit ihren Kindern und mit den Lehrkräften“, ist so nicht nur die Essenz unseres Studienkreis-Talks.

Unser Experten-Tip

Auch in unserem Expertenvideo zur Notengerechtigkeit betont Max Kade wiederholt, wie wichtig eine gute Kommunikation ist. „Zeigen Sie Interesse an schulischen Themen, erzählen Sie von Ihrem eigenen Schulalltag“, rät der Experte. „So können Missverständnisse oder das Gefühl ungerechter Benotung viel eher ausgeräumt, aber auch eventuelle Lernschwierigkeiten frühzeitig erkannt werden.“

Fazit: Das Thema gerechte Noten ist permanent präsent, es wird vielfach emotional diskutiert und lässt sich nicht mit einfachen Antworten aus der Welt schaffen. Noch einmal unser Experte Max Kade: „Seien Sie klar darüber, dass eine Zensur sehr komplex zusammengesetzt ist und schon deshalb nie ganz gerecht sein kann.“

In unserem Blogartikel Was tun gegen ungerechte Noten? gibt es noch weitere Tipps zum Thema Benotung.

Ein Kommentar zu “Benotung in der Schule – gerecht oder ungerecht?”

  1. Von Miri am Jun 19, 2019

    Ich hatte eine Sport Prüfung weil ich in diesem Jahr zu viel gefehlt habe die Lehrerin hat aber meine körperlichen Kräfte mit unnormal vielen übungen geraubt ich musste 12 min lang rennen das geht eh 20 runden danach hatte ich vllt eine min Pause kurz was trinken dann ging es gleich weiter mit ball Übungen 5 mal tribbeln und dann in den Basketballkorb treffen 5 mal genau wie aus dem stand 5 mal danach an die Wand werfen mit einem schweren Ball 10 mal über Kopf 10 mal brustwurf 10 mal wurf mit Sprung und 10 mal mit einer Hand danach musste ich ohne Pause einen 8ter trippeln mit handwechsel ebenso ohne Pause darauffolgend den Ball komisch zwischen die Beine durch Rollen ich habe dann nach einer Pause schon betteln müssen weil ich schon sehr fertig war diese Prüfung hätte 50 min dauern sollen ging aber länger… danach kamen übungen wie situps blanks genau wie Liegestützen und Kniebeugen ohne Pause dann musste ich auf den Bauch hinter Rücken klatschen auf die andere Seite über einen Kasten und das selbe 30 sec danach bekam ich 30 sek auch Pause dann musste ich beide beinig über eine land Bank springen die Lehrerin wusste das ich körperlich nicht fit bin weil ich oft krank bin ich bin zwar sehr soprtlich aber das war selbst für mich zu viel ich konnte kaum mehr springen da hat die Lehrerin mich angemotzt es sollte schneller gehen und mit beiden Beinen wo ich eh schon fast geweint habe da ich fix und fertig war danach ließ sie mich Koordinations Übungen machen Hoppserlauf einmal links 2mal rechts dann wieder 2 runden 2 mal links 2 mal rechts links rechts dann fragte sie mich über Dinge aus wie ich verschiedene Körperteile dehnen kann was ich in dem Moment nicht wusste weil ich erst mal mich beruhigen musste sie ließ mich danach noch an der spossenwand bauchzüge machen und einen Sprint 1 Minute lang mit Boden berühren in diesem Raum waren ca 40 Mitschüler es war eine Demütigung zugleich meine schlimmste Erfahrung mit meinem Körper ich kann kaum laufen nach der Prüfung vor schmerzen sagen sie ist sowas etwa in Ordnung das eine Lehrerin so übertreibt bei einer sportprüfung… ich hab alles gemacht was sie gesagt hat und bekam eine 3!

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