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Tipps zur Einschulung: Was tun, wenn Kinder Angst vor der Schule haben?

Angst vor der Schule? Das lässt sich verhindern.Mit der Einschulung beginnt ein neuer Lebensabschnitt – darüber sind sich auch die künftigen i-Dötzchen im Klaren. Viele Jungen und Mädchen freuen sich auf die Schule und blicken der neuen Situation mit freudiger Spannung entgegen. Aber es gibt auch Kinder, die mit Unsicherheit und Skepsis an den ersten Schultag denken oder sogar Angst vor der Schule haben.

Für einen guten Start in die Schulzeit ist es wichtig, den Kindern Sorgen oder Bedenken vor der Schule zu nehmen. Was können Eltern tun, wenn das Kind Angst vor der Schule hat?

Warum haben Kinder Angst vor der Schule?

Den Einschulungskindern ist klar: Mit dem Eintritt in die Schule müssen sie ihre bisherige vertraute Umgebung mit den ihnen bekannten Bezugspersonen verlassen. In der Schule ist erst einmal alles neu und ungewiss: Lehrer und Mitschüler sind unbekannt, der Tagesablauf ändert sich und auch die Anforderungen und Regeln sind andere als im Kindergarten. In der Schule steht nicht mehr nur der Spaß im Vordergrund. Das verunsichert viele Kinder und macht ihnen Angst.

Wie können Eltern ihren Kindern bei Angst vor der Schule helfen?

  • Mit dem Kind über seine Sorgen und Ängste sprechen
    Haben Kinder Angst vor der Schule, ist es wichtig, mit ihnen darüber zu sprechen. Eltern sollten versuchen herauszufinden, worin die Ängste des Kindes begründet sind. Dabei hilft es, Fragen zu stellen und das Kind einfach erzählen zu lassen. So kann man der Ursache der Ängste auf den Grund gehen und versuchen, Lösungen zu finden. Den Kindern hilft am meisten, wenn sie wissen, dass ihre Eltern ihnen bei allen Schwierigkeiten und Problemen zur Seite stehen.
  • Die Schule positiv darstellen
    Eltern sollten vor den Kindern positiv über die Schule sprechen, z. B. dass man dort viele spannende Dinge lernen oder neue Freunde finden kann. Hilfreich sind dabei positive Erzählungen aus der eigenen Schulzeit oder von Personen aus dem Bekanntenkreis. Auch Bücher mit Schulgeschichten vorzulesen, kann beruhigend auf die Kinder wirken.
  • Die neue Umgebung vor der Einschulung kennenlernen
    Manchen Kindern macht Sorgen, dass sie ihre neue Umgebung noch nicht kennen. Schulweg und Schulgelände aber auch die neuen Lehrer und Mitschüler sind ihnen unbekannt. Hier hilft es, den Schulweg mit dem Kind mehrfach abzugehen oder nachmittags mit dem Kind auf dem Pausenhof zu spielen. So macht es sich nicht nur mit der Umgebung vertraut, sondern verbindet mit dem Schulgelände auch etwas Positives. Viele Schulen bieten einen Tag der offenen Tür an. Das ist eine gute Gelegenheit, mit dem Kind das Gebäude zu besichtigen und die Lehrer kennenzulernen. Bestimmt sind auf der Schule auch Kinder, die das eigene Kind schon kennt. Das gibt ihm zusätzliche Sicherheit.
  • Vorfreude wecken: Schulsachen gemeinsam kaufen
    Mit dem Eintritt in die Schule benötigen die Kinder auch einiges an Ausstattung. Können die Kinder Tornister, Turnbeutel und Co. nach ihrem Geschmack aussuchen, können sie es in der Regel kaum erwarten, ihre neuen Sachen stolz in der Schule präsentieren zu können.
  • Keinen Druck aufbauen
    Eltern, die vor der Einschulung anfangen, mit ihrem Kind Lesen zu üben oder Vokabeln zu pauken, setzen ihr Kind schon vor dem Schuleintritt unter Leistungsdruck. Vorlernen ist überhaupt nicht nötig. In der Schule lernen die Kinder alles rechtzeitig, in geeignetem Tempo und mit altersgerechten Methoden.
  • Selbstständigkeit unterstützen
    Eltern, die ihren Kindern auch im Alltag nichts zutrauen, schüren Unsicherheit und Ängste. Übertragen sie ihren Kindern kleine, aber altersgerechte Aufgaben, lernen diese, Verantwortungen zu übernehmen und trauen sich selbst mehr zu. So haben sie generell weniger Bedenken vor neuen Situationen.
  • Eigene Ängste nicht auf die Kinder übertragen
    Nicht allen Eltern fällt es leicht, ihre Kinder loszulassen. Der Eintritt in die Schule bedeutet auch für sie einen Einschnitt. Sie sind sich der gesteigerten Anforderungen an die Kinder bewusst und nicht immer sicher, ob ihre Kinder diesen gewachsen sind. Das sollten sie ihre Kinder allerdings nicht spüren lassen.

Was sollten Eltern unbedingt vermeiden, um die Ängste der Kinder nicht zu vergrößern

Manche Erwachsene meinen, den Kindern Mut machen zu können mit Floskeln wie „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens!“ oder „Das schaffst du schon, du bist ja bald ein Schulkind!“. Aber damit verdeutlichen sie den Kindern nur noch einmal, dass mit dem Eintritt in die Schule höhere Erwartungen an sie gerichtet werden und verstärken damit die Ängste und Bedenken der Kinder.

Auch Erzählungen über andere Kinder, die Probleme mit ihren Mitschülern haben, eine Klasse wiederholen mussten oder andere Schwierigkeiten in der Schule haben, sollten nicht in Anwesenheit von Einschulungskindern besprochen werden. Das kann sogar Ängste bei Kindern hervorrufen, die ansonsten unbefangen an das Thema Schule herangegangen sind.

Das heißt allerdings nicht, dass Eltern ihren Kindern etwas vormachen sollen. Mütter und Väter, die nicht offen und ehrlich zu ihren Kindern sind, verlieren ihr Vertrauen, wenn sie merken, dass ihre Eltern ihnen nicht die Wahrheit gesagt haben.

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