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Zeichensetzung - Regeln und Übungen

In diesem Lerntext lernst du die Bedeutung und die wichtigen Regeln der Zeichensetzung.

Schlusszeichen: Punkt, Ausrufezeichen, Fragezeichen

Schlusszeichen beenden, wie uns ihr Name schon sagt, einen Satz. Wir schreiben also nach ihnen immer groß weiter. Schlusszeichen sind der Punkt . , das Ausrufezeichen ! und das Fragezeichen ?.

Meistens benutzen wir den Punkt, mit ihm beenden wir Aussagesätze. Aber Achtung: Steht ein Punkt hinter einer Abkürzung oder einer Zahl, handelt es sich NICHT um ein Schlusszeichen. Hier schreiben wir normalgroß weiter.

Mit dem Ausrufezeichen beenden wir Sätze, die wir besonders hervorheben möchten. Meist nutzen wir das bei Ausrufen, Befehlen und Wünschen.

Wir brauchen das Fragezeichen, um Fragesätze zu beenden. Fragesätze enthalten meist ein Fragewort: wie, warum, woher, wer, wieso.... Wir können aber auch Fragesätze ohne Fragewort bilden. Hierzu setzen wir nach einem Aussagesatz ein Fragezeichen und verwandeln ihn so in eine Frage.

Beispiel

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Der Punkt nach einem Aussagesatz

Heute ist schönes Wetter. Die Sonne scheint.

Der Punkt bei einer Abkürzung

Der letzte Urlaub ist ca. zwei Jahre her.

Ausrufezeichen

Das war ich nicht!

Fragezeichen

Warum lernst du?

Lernst du?

Nochmal zusammengefasst:

Merke

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Schlusszeichen beenden Sätze, Ausrufe und Fragen. Nach ihnen schreiben wir groß weiter.

Das Komma

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Kommas werden an folgenden Positionen gesetzt

  • zwischen Aufzählungen
  • um Einschübe
  • um Anreden
  • um Ausrufe
  • um Nebensätze (Gliedsätze)
  • bei Konjunktionen, die einzeln oder zusammen Gegensätze oder Verschiedenheiten ausdrücken
  • um Partizipial- und Infinitivgruppen

Die genauen Komma-Regeln findest du hier erklärt: Kommasetzung im Deutschen

Die Klammer

Du setzt Klammern um zusätzliche Erklärungen und Anmerkungen. Brauchst du innerhalb von Klammern noch einmal Klammern, setzt du eckige []. Klammern haben fast die gleiche Funktion wie Kommas oder Gedankenstriche. In formalen Texten solltest du aber hauptsächlich Kommas verwenden! Satzzeichen werden innerhalb der Klammern gemacht, wenn sie zu dem Einschub gehören, und außerhalb, wenn sie zum übergeordneten Satz gehören.

Beispiel

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Am 3. Mai (einem Sonntag) schien die Sonne.

Am letzten Sonntag (dem 1. Mai [das ist der Mai-Feiertag]) regnete es leider.

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Klammern schließen zusätzliche Angaben ein. Sie verändern nicht die Groß-Klein-Schreibung.

Der Gedankenstrich

Mit dem Gedankenstrich - erzeugst du beim Lesen eine deutliche Pause. Du kannst Gedankenstriche einzeln verwenden oder sie wie Klammern verwenden. Vor und nach dem Gedankenstrich setzen wir Leerzeichen. Satzzeichen werden innerhalb der Gedankenstriche gemacht, wenn sie zu dem Einschub gehören, und außerhalb, wenn sie zum übergeordneten Satz gehören. Du benutzt ihn eigentlich nur als stilistisches Mittel. Statt des Gedankenstrichs kannst du auch immer ein Komma oder Klammern nutzen.

Beispiel

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Herr Müller - wir wissen alle wie er ist - kam wie jeden Morgen zu spät zum Unterricht.

Und da sah Max sie plötzlich - die Lösung seines Problems!

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Der Gedankenstrich ist ein stilistisches Mittel, er verändert die Groß-Klein-Schreibung nicht.

Der Doppelpunkt

Einen Doppelpunkt schreibst du vor Aufzählungen, speziellen Angaben vor der wörtlichen Rede und vor zitierten Sätzen. Du schreibst nach dem Doppelpunkt normal weiter, außer es folgt ein ganzer Satz: In diesem Fall wird der Satzanfang groß geschrieben. 

Beispiel

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Schöne Städte sind: Barcelona, München, Paris.

Meine liebste Stadt ist: Paris.

Du sagst: "Das wusste ich sofort."

Paris: Das ist die schönste Stadt der Welt.

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Der Doppelpunkt kündigt Aufzählungen, spezielle Angaben, zitierte Sätze und die wörtliche Rede an. Er verändert die Groß-Klein-Schreibung nicht, außer ihm folgt ein vollständiger Satz, dann beginnen wir groß.

Anführungszeichen

Anführungszeichen kennst du bestimmt von der wörtlichen Rede. Du setzt auch Wörter in Anführungszeichen, die du speziell hervorheben möchtest. Das tust du zum Beispiel, um sie genauer zu erklären. Auch Zitate und Titel setzen wir in Anführungszeichen. Wie zitieren geht, findest du hier: Wie zitiere ich richtig?

Beispiel

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Er findet: "So macht lernen Spaß!"

Der Film "Titanic" war ein Kassenschlager.

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Anführungszeichen verwenden wir vor allem bei der wörtlichen Rede und bei Zitaten und Titeln. Sie verändern die Groß-Klein-Schreibung nicht, die wörtliche Rede beginnen wir aber immer groß!

Der Apostroph

Kennst du den Apostroph? Er sieht aus wie ein halbes Anführungszeichen. Wir nennen ihn oft das Auslassungszeichen, es zeigt uns nämlich weggelassene Buchstaben an. 

Gut zu wissen

Hinweis

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Du findest den Apostroph auf der Tastatur mittig rechts, auf der gleichen Taste wie die Raute #.

Meist ersetzt der Apostroph das Genitiv-s. Aber Achtung: nur bei Namen, die auf s, ss, z, tz oder ß enden, schreiben wir ein Apostroph anstatt des Genitiv-s. Bei allen anderen Endungen bilden wir den Genitiv ganz normal mit einem angehängten s. Es gibt eine Ausnahme: Endet ein Name auf s, ss, z, tz oder ß, darfst du einen Apostroph setzen, wenn nur so der Name klar wird.

Beispiel

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Max' Imbiss ist heute geschlossen.

Andreas' Laden (der Laden von Andreas) hat heute lange geöffnet.

Andreas Laden (der Laden von Andrea) schließt heute früh.

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Der Apostroph zeigt weggelassene Buchstaben an. Meist ersetzt es das Genitiv-s bei Namen, die auf s, ss, z, tz oder ß enden. Es verändert die Groß-Klein-Schreibung nicht.

Der Bindestrich

Wir nutzen den Bindestrich - , um Wörter zu verbinden. 

Der Bindestrich zur Silbentrennung

Meistens nutzen wir ihn, wenn ein Wort nicht mehr in die Zeile passt. Hier trennen wir das Wort zwischen zwei Silben und schreiben den Bindestrich vor dem Zeilenumbruch. Den zweiten Teil des Wortes beginnen wir klein und schreiben ihn in die nächste Zeile. 

Du möchtest wissen, wo du einen Bindestrich setzen darfst? Hierzu musst du die Silben erkennen. Am leichtesten geht das, wenn man sich das Wort laut und deutlich vorspricht und dabei im Rhythmus auf den Tisch klopft. Das geht natürlich auch leise in deinem Kopf. Außerdem ist wichtig: Du darfst nie zwei Vokale trennen, bei drei Vokalen schreiben wir den dritten in die nächste Zeile. Auch darfst du nie ch, ck, sch, ph, th, sh und rh trennen.

Gut zu wissen

Hinweis

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Wo du Wörter trennen darfst, verrät dir auch ein Blick ins Wörterbuch!

Beispiel

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Die Fuß-

ballmeisterschaft ist gewonnen!

Das Was-

ser ist sehr kalt.

Der Bindestrich als Wortersatz

Manchmal benutzen wir den Bindestrich, um ganze Wörter zu ersetzen. Das machen wir vor allem, wenn wir sonst Wörter wiederholen müssten. Der Bindestrich kann hier den ersten oder den letzten Teil ersetzen. Schauen wir uns das an einem Beispiel an:

Beispiel

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Ein- und Ausgang (ausgeschrieben: Eingang und Ausgang)

Sportartikelverkauf und -verleih (Sportartikelverkauf und Sportartikelverleih)

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Der Bindestrich dient vor allem der Silbentrennung, wenn ein Wort nicht mehr in eine Zeile passt. Wir nutzen ihn aber auch zur Vermeidung von Wortwiederholungen. Er verändert die Groß-Klein-Schreibung nicht.

Der Schrägstrich

Selten verwenden wir auch den Schrägstrich /. Mit ihm verdeutlichen wir verschiedene Möglichkeiten für ein Wort. Zwischen dem Schrägstrich und dem darauf folgenden Wort machen wir kein Leerzeichen. Den Schrägstrich nutzen wir auch anstelle von pro oder je und um einen mathematischen Bruch darzustellen.

Beispiel

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Mein Sohn/meine Tochter darf an dem Klassenausflug am 03.05.2016 teilnehmen. (ausgeschrieben: mein Sohn oder meine Tochter)

An der Muster-Schule gibt es 25 Kinder/Klasse. (ausgeschrieben: 25 Kinder pro Klasse

Du hast (1/2) $\frac{1}{2}$ Kuchen allein gegessen! (ausgeschrieben: du hast einen halben Kuchen allein gegessen!)

Merke

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Der Schrägstrich trennt verschiedene Möglichkeiten für ein Wort. Außerdem verwenden wir ihn als Ersatz für pro oder je und um mathematische Brüche darzustellen. Er verändert die Groß-Klein-Schreibung nicht.

Mit unseren Übungen kannst du nun dein Wissen testen!

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