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Wie erkenne ich, ob LRS vorliegt?

Eine LRS zeigt sich meist schon in der Grundschule durch Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben. Die betroffenen Kinder zeigen in den anderen Bereichen, z.B. im Rechnen meist gute oder sogar sehr gute Leistungen. Der mangelnde Erfolg beim Lesen und in der Rechtschreibung wird daher häufig auf Lustlosigkeit und Interesselosigkeit zurückgeführt, die Kinder sollen „mehr üben“ und „dann wird das schon“. Meistens wird durch vermehrtes Üben aber nur der Druck auf das Kind erhöht, ohne dass sich die Schwierigkeiten reduzieren.

In der Regel sind es spezifische Fehler, die auf das eventuelle Vorliegen einer LRS hinweisen:

  • das Kind schreibt ungewöhnlich viele Wörter falsch
  • es verwechselt oft Buchstabenfolgen (aus Brot wird Bort)
  • das Kind spricht eher undeutlich und ungenau
  • beim Schreiben werden Buchstaben oder auch ganze Silben weggelassen
  • das Kind rät eher, als dass es liest
  • die Wörter werden oft unterschiedlich falsch geschrieben, häufig auch im selben Text.

Mit unseren wissenschaftlichen LRS-Tests können wir das Vorhandensein einer solchen Lernschwäche bestätigen bzw. ausschließen und so mehr Klarheit für die weitere Vorgehensweise schaffen. Die Testung auf LRS, die von einer erfahrenen und speziell dafür ausgebildeten Lehrkraft durchgeführt wird, dauert ca. eine Stunde.
Wir setzen zur Testung der Rechtschreibleistung die Münsteraner Rechtschreibanalyse (MRA) des Lernservers Münster ein und ergänzen sie im Lesebereich durch die Würzburger Leise Leseprobe (WLLP).

Alle Testverfahren sind wissenschaftlich validiert und bieten Vergleichsgruppen für die jeweilige Klassenstufe des getesteten Schülers an. Wir ergänzen diese standardisierten Testverfahren durch eigene Tests zu den Lernvoraussetzungen, z.B. zur visuellen und akustischen Wahrnehmung, zur Motorik usw.

Kinder mit Lese-Rechtschreibproblemen sind keine Einzelfälle. Fünf bis 15 Prozent der Schüler eines Jahrgangs haben Probleme beim Lesen und Schreiben, wissen die Experten. Die Ursachen sind vielfältig: So sind nicht alle Kinder zur selben Zeit reif für bestimmte Lerninhalte. Auch längere Fehlzeiten durch Krankheit oder Umzug, ungeeignete Unterrichtsmethoden oder Wahrnehmungsprobleme des Kindes können zu Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben führen.

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