Was tun bei Dyskalkulie?

Unterstützung und Ansprechpartner

Bei Dyskalkulie ist eine spezielle Förderung besonders wichtig, damit Ihrem Kind schnell geholfen wird. Informieren Sie sich über die richtige Vorgehensweise und passende Ansprechpartner, die Sie dabei unterstützen.

Wichtig ist zunächst eine Abklärung der Schwierigkeiten: liegt tatsächlich eine Dyskalkulie vor? Hierzu empfehlen wir unseren Dyskakulie Kurztest und, im Bedarfsfall einen fundierten, wissenschaftlichen Dyskalkulie Test in unserem Institut.

Bei einer entsprechenden Diagnose ist natürlich eine gezielte Förderung wichtig. Dyskalkulie-Förderung ist immer eine individuelle, auf die spezifischen Schwierigkeiten des Kindes abgestimmte Lernförderung.

Da sie häufig zunächst Basisarbeit (Verständnis des Zahlbegriffs, Rechnen im Zahlenraum bis 10 bzw. 100) leistet, müssen alle Beteiligten (Eltern, Schüler, Lehrer der öffentlichen Schulen) viel Zeit und Geduld mitbringen, denn eine sinnvolle Dyskalkulie-Förderung dauert in der Regel mindestens 12 bis 18 Monate, häufig auch länger. Die Ausprägung der Dyskalkulie spielt hier natürlich eine wichtige Rolle, aber auch das Alter bzw. die Klassenstufe des Kindes. Grundsätzlich gilt: je später eine Dyskalkulie erkannt und behandelt wird, umso länger dauert auch die Förderung.

Für das Kind ist es jetzt besonders wichtig, dass kein Druck ausgeübt wird. Es gerät sonst leicht in einen Teufelskreis aus Leistungsdruck, schlechten Noten, Frustration und geringem Selbstwertgefühl. Erfolge des Kindes müssen individuell definiert und entsprechend bestärkt werden.

Aufgrund des Testergebnisses wird in unserem Institut ein individuelles Stärken- und Schwächenprofil erstellt, das die Grundlage des Förderplans bildet. Die Förderung erfolgt individuell und in persönlicher, motivierender Atmosphäre: der Kontakt mit anderen Kindern in der Gruppe und die Interaktion mit der Lehrkraft sind unverzichtbar. Selbstlernprogramme am Computer oder aus Büchern, die sich häufig nur auf ein Auswendiglernen beschränken, machen hier wenig Sinn. Informieren Sie sich detailliert über unser Förderkonzept zur Rechenschwäche.

Weitere Informationen zu Dyskalkulie

Ansprechpartner

An wen kann ich mich wenden?

Dyskalkulie

Häufig gestellte Fragen

Was kann ich tun, wenn ich eine Rechenschwäche bei meinem Kind vermute?

Um zu klären, ob der Verdacht auf Rechenschwäche zutrifft, ist die Durchführung eines pädagogischen Tests zu empfehlen. Dabei wird bestimmt, wie stark der Lernstand des Schülers vom Leistungsniveau der Klassenstufe abweicht. Entscheidend ist darüber hinaus die Fehleranalyse, mit der geklärt wird, welche Denkfehler den falschen Antworten des Schülers zugrunde liegen. Mit diesen Informationen können die Förderschwerpunkte des Schülers im mathematischen Bereich bestimmt werden.

An wen kann ich mich als Elternteil wenden?

Mögliche Ansprechpartner sind

  • Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Schulpsychologischer Dienst (http://www.schulpsychologie.de)
  • Kinderpsychologen Erziehungsberatungsstellen
  • Initiative zur Förderung rechenschwacher Kinder e.V. (http://www.ifrk-ev.de)
  • Rechenförderung im Studienkreis
  • Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (http://www.legasthenie.net)
In welchen Bereichen sind Übungen bei Dyskalkulie sinnvoll?

Bei einer Rechenschwäche müssen häufig im ersten Schritt Zahlvorstellung und Mengenverständnis gefördert werden. Betroffene Kinder müssen lernen, strukturierte Mengen schnell und auf einen Blick zu erkennen, anstatt sie abzuzählen. Zudem ist es wichtig, sichere Vorstellungen von Rechenoperationen aufzubauen. Dies bildet die Basis für grundlegende Rechenfertigkeiten wie Addition und Subtraktion. Das Üben von Kopfrechnen baut dementsprechend direkt darauf auf. Auch die visuelle Wahrnehmung ist ein sehr wichtiger Bestandteil einer effektiven Förderung.

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