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Nachhilfe-Studie Dohmen 2008

Dohmen/Erbes/Fuchs/Günzel/Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (2008):
„Was wissen wir über Nachhilfe? – Sachstand und Auswertung der Forschungsliteratur zu Angebot, Nachfrage und Wirkungen“


Bei der Studie handelt es sich um ein Gutachten im Auftrag des Bundesbildungsministeriums. Die Ergebnisse sind Zusammenfassungen und Interpretationen der meisten vorliegenden Studien zum Thema Nachhilfe.
Zusammenfassung:

  • Die jährlichen Elternausgaben für Nachhilfe betragen realistisch geschätzt 0,95 bis zu 1,2 Mrd. €.
  • Es ist davon auszugehen, dass derzeit 0,95 bis 1,2 Mio. Schüler kommerzielle Nachhilfe erhalten. Damit nimmt jeder achte bis zehnte aller Schüler aktuell Nachhilfeunterricht. Da Nachhilfe ganz überwiegend von Schülern des Sekundarbereichs genutzt wird, ist es dort etwa jeder Vierte. In der Grundschule spielt kommerzielle Nachhilfe eine untergeordnete Rolle. Mädchen und Jungen fragen etwa gleich häufig Nachhilfe nach.
  • Zwischen Ost- und Westdeutschland zeigen sich einige Unterschiede. So nutzen Schüler in den alten Ländern mit rund 30% doppelt so häufig Nachhilfe wie in den neuen Ländern. Während in den alten Bundesländern vor allem Gymnasiasten und Realschüler Nachhilfestunden nehmen, sind es im Osten eher die Hauptschüler.
  • Ein Zusammenhang zwischen sozio-ökonomischem Hintergrund bzw. Einkommen der Eltern und Inanspruchnahme privater Nachhilfe wird angenommen, kann aber nicht eindeutig bestätigt werden. Die Forschung gibt auch Hinweise darauf, dass Familien mit schlechterem sozio-ökonomischen Hintergrund zunehmend Nachhilfe in Anspruch nehmen
  • Ziel der Nachhilfe ist es zunehmend, die schulischen Leistungen der Kinder und Jugendlichen generell zu verbessern und nicht mehr nur die Überwindung aktueller Problemlagen. Über ein Drittel der Nachhilfeschüler hat Noten von drei und besser. Damit verliert die Verhinderung von Klassenwiederholungen oder die Kompensation schlechter Schulleistungen ihre ursprüngliche Bedeutung für die Nutzung von Nachhilfeangeboten. Die organisierte Nachhilfe, die meist in den Hauptfächern Mathe, Deutsch und Englisch erteilt wird, wird meist über einen längeren Zeitraum und nicht nur sporadisch in Anspruch genommen.
  • Eltern und Schüler haben ein überwiegend positives Bild von den Lehrkräften im Nachhilfesektor. Bemängelt wird jedoch, dass die Qualifikation der Lehrkräfte nur schwer einzuschätzen ist.
  • Der Nachhilfemarkt in Deutschland ist wenig reglementiert. Daher versuchen die Nachhilfeanbieter durch unterschiedliche Qualitätssicherungsmaßnahmen Markttransparenz zu schaffen und zur Erhöhung der Vertrauenswürdigkeit aus Kundensicht beizutragen. Es mangelt jedoch an einheitlichen Standards.
  • Studien geben Hinweise auf die positive Wirkung von Nachhilfe – nicht nur bezogen auf die Noten. Nachhilfe bietet die Möglichkeit, Vorwissen individuell auszuloten und Wissenslücken gezielt zu schließen. Weiterhin kann Nachhilfe gezielt auf den Aufbau und Einsatz von Lernstrategien wirken. Sie kann positiv auf kognitive und motivationale Prozesse wirken. Nachhilfe stellt zusätzliche Lernzeit dar, die von Schülern allerdings auch effektiv und am besten regelmäßig genutzt werden muss. Bemängelt werden fehlende repräsentative Längsschnittstudien zu diesem Thema
  • Notenverbesserungen korrelieren mit dem Status des Nachhilfelehrers. Während Lehrerinnen und Lehrer eine Notenverbesserung von 1,3 Noten erzielen, beträgt die Verbesserung die von Schülern gegebener Nachhilfe nur 0,9 Notenstufen.
  • Auch in anderen Ländern nimmt die Bedeutung organisierter Nachhilfe zu. Je nach Land und Kulturkreis variieren jedoch die Ursachen für diese Entwicklungen. Es gibt Hinweise darauf, dass hier ein Zusammenhang zwischen der Relevanz von Nachhilfe und der Leistungsorientierung in einer Kultur, der Selektivität des Bildungssystems, der Höhe der zu erwartenden Bildungsrenditen und dem Wettbewerb zwischen Bildungseinrichtungen besteht. Einen Vorteil gibt es international aber bereits: einige methodisch hochwertige Studien zum Thema Nachhilfe, die auch mögliche Einflussfaktoren umfassend berücksichtigen.
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