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25.08.2026

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Eltern sehen sich als wichtigste Orientierungsgeber für den KI-Einsatz ihrer Kinder.

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Nur ein Drittel der Eltern kennt KI-Regeln der Schulen ihrer Kinder.

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Eltern sehen sich momentan eher in der Rolle der KI-Ratgeber für ihre Kinder als die Schule.

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Drei Viertel aller Eltern sagen, dass ihr Kind KI für schulische Aufgaben nutzt.

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Schülerinnen und Schüler holen sich Orientierung zu KI oft aus Social Media. Eltern sind häufiger Ratgeber als die Schulen.

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Nur in wenigen Familien führt die KI-Nutzung der Kinder zu Streit.

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Ob im virtuellen Unterricht oder bei der Recherche am Bildschirm: KI ist im Schulalltag vieler Kinder angekommen. Laut Studienkreis-Umfrage nutzen 76 Prozent der Kinder KI regelmäßig oder gelegentlich für schulische Aufgaben.

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Pressefoto 8

Viele Eltern wünschen sich klarere Regeln der Schulen zum Umgang mit KI. Aktuell kennt jedoch nur ein Drittel der Eltern die KI-Nutzungsregeln ihrer Schule genau.

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KI im Schulalltag: Eltern sind die wichtigsten Ratgeber ihrer Kinder und fordern klare Leitlinien

Repräsentative YouGov-Studienkreis-Umfrage unter 1.004 Eltern zur Verwendung von KI für schulische Aufgaben zeigt:  

  • Eltern sehen sich als wichtigste Orientierung bei KI (54 Prozent) – deutlich vor den Schulen (35 Prozent)
  • Nur ein Drittel der Eltern kennt die KI-Nutzungsregeln der Schule genau
  • Eltern wünschen sich zum Thema KI von Schulen klare Regeln, Unterricht zum kompetenten Umgang mit KI und Fortbildungen für Lehrkräfte
  • KI ist im Alltag angekommen: 76 Prozent der Kinder nutzen sie für schulische Aufgaben – Streit darüber ist aber selten

Bochum, 25. August 2026 – KI ist längst Teil des Lernalltags vieler Kinder – doch wer gibt die Richtung vor? Eine aktuelle YouGov-Studie im Auftrag des führenden privaten Bildungsanbieters Studienkreises zeigt: Vor allem Eltern sehen sich in der Verantwortung, während klare Orientierung durch die Schule häufig fehlt. Jedes zweite Elternteil fühlt sich von der Schule über KI-Themen nicht ausreichend informiert, aber nur 14 % der Mütter und Väter sehr gut. Im Juni 2026 wurden in der bundesweiten repräsentativen Studie 1.004 Eltern von 10- bis 17-jährigen Schülerinnen und Schülern unter anderem zur Nutzung von KI für schulische Aufgaben, zu KI-Regeln sowie zu ihren Wünschen an Schulen befragt.
 

Die Ergebnisse sind politisch brisant: Denn die bundesweiten Daten des IQB-Bildungstrends* legen massive Kompetenzrückgänge in Deutsch offen – insbesondere in der Rechtschreibung. Auch Ausbildungsbetriebe schlagen Alarm: Sie beobachten, dass Schulabgänger:innen zunehmend Schwierigkeiten mit grundlegenden Kulturtechniken* haben. Gleichzeitig wird in Politik und Gesellschaft zunehmend in Frage gestellt, ob Rechtschreibung im Unterricht überhaupt noch wichtig sei. Die, die es betrifft, kamen in dieser Diskussion bislang kaum zu Wort: die Kinder selbst.

Die Studienkreis-Umfrage zeigt, dass Rechtschreibung aus Sicht der Kinder und Jugendlichen weit mehr ist als ein schulisches Leistungskriterium. Für die große Mehrheit (85 %) ist sie wichtig, nur 2 % aller Befragten empfinden sie als gar nicht wichtig. Besonders älteren Jugendlichen zwischen 14 und 15 Jahren ist bewusst, dass sie richtig schreiben müssen, um ernst genommen zu werden und professionell zu wirken. Vor allem Mädchen und Gymnasiast:innen legen überdurchschnittlich großen Wert auf fehlerfreie Texte. Überraschenderweise spielt Rechtschreibung auch im digitalen Alltag eine Rolle: Mehr als die Hälfte der Befragten (54 %) stört sich an Fehlern anderer – selbst bei Influencerinnen und Influencern, die für viele eine Vorbildfunktion haben.

Eltern sehen sich als KI-Lehrer:innen – und wünschen sich Klarheit durch die Schule

Wenn es um den Umgang mit KI für schulische Aufgaben geht, sehen Eltern sich selbst häufiger in der Verantwortung als die Schule: 54 Prozent sagen, dass sie ihrem Kind dabei die wichtigste Orientierung geben. 41 Prozent meinen zudem, dass sich Kinder die nötigen Kompetenzen vor allem selbst aneignen. Nur 35 Prozent sehen Schule und Lehrkräfte aktuell in dieser Rolle.

Gleichzeitig bleibt für viele Familien unklar, welche Regeln an Schulen überhaupt gelten: Nur ein Drittel der Eltern kennt die KI-Nutzungsregeln der Schule genau. 67 Prozent wissen nicht, ob es überhaupt Regeln gibt, oder kennen die Regeln nicht exakt. Die Hälfte der befragten Eltern fühlt sich nach eigener Aussage weniger gut oder gar nicht von den Schulen zum Thema KI informiert. Die Ergebnisse zeigen deutlich, wo Eltern den größten Handlungsbedarf sehen. So wünschen sich 57 Prozent der Eltern von den Schulen vor allem klare Regeln im Umgang mit KI, knapp die Hälfte (49 Prozent) gezielten Unterricht zum kompetenten Umgang mit KI und 39 Prozent Fortbildungen für Lehrkräfte. 

„Viele Kinder und Jugendliche nutzen KI längst regelmäßig für die Schule. Umso problematischer ist es, wenn Eltern nicht wissen, was seitens der Schule erlaubt ist und woran sie sich orientieren sollen“, sagt Thomas Momotow, Pressesprecher beim Studienkreis. „Viele Familien übernehmen derzeit eine Rolle, die sie nur begrenzt ausfüllen können. Kinder brauchen beim Thema KI nicht nur technische Möglichkeiten, sondern klare Leitplanken und Regeln.“

Kommunikationslücke zwischen Schule und Eltern

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch der Lehrer, Schulentwicklungsmoderator und Autor Joscha Falck: „Die Begleitung durch Lehrkräfte zu KI-Themen hält mit der Entwicklung nicht Schritt. Verbindliche Fortbildungen fehlen, sodass auch Eltern in die Wissensvermittler-Rolle rutschen – häufig, ohne den schulischen Rahmen zu kennen. Die Ergebnisse zeigen deshalb weniger ein Erziehungsproblem, sondern vor allem ein Kommunikationsdefizit zwischen Schule und Elternhaus. Damit Kinder KI kompetent statt unbegleitet nutzen können, braucht es klare, kommunizierte Regeln aus der Schule und einen intensiveren Austausch mit den Familien.“

KI: Schule und Eltern in der gemeinsamen Verantwortung

Trotz der intensiven KI-Nutzung bleibt das Thema in vielen Familien erstaunlich konfliktarm. 77 Prozent der Eltern sagen, dass es nie oder nur selten Auseinandersetzungen über die KI-Nutzung für die Schule gibt. Wenn es Streit gibt, dann nicht über das Vertrauen in die Kinder, sondern eher über die Verlässlichkeit von KI oder mögliche negative Auswirkungen für die Kinder. 

Laut den Ergebnissen des Deutschen Schulbarometers 2026* teilen Lehrkräfte ganz ähnliche Bedenken: etwa negative Auswirkungen für kritisches Denken (67 Prozent) oder Problemlösefähigkeiten (62 Prozent). „Umso wichtiger ist es, KI nicht als Konfliktthema, sondern als gemeinsame Gestaltungsaufgabe von Schule und Familien anzugehen“, so Falck. „Zudem ist die Abwesenheit von Streit nicht automatisch ein Entwarnungssignal, sondern könnte ebenso bedeuten, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema in manchen Familien noch gar nicht richtig begonnen hat.“ 

Schüler:innen erwerben KI-Skills oft in sozialen Medien

Eine ergänzende, nicht repräsentative Befragung des Studienkreises unter 30 Schülerinnen und Schülern weist in die gleiche Richtung: Viele Jugendliche bringen sich den Umgang mit KI selbst bei oder orientieren sich an Social Media. Nur ein kleiner Teil nennt Eltern oder Lehrkräfte als wichtigste Ansprechpersonen. Und die Mehrheit sagt, dass es keine klaren Regeln an der Schule gibt. Auch hier zeigt sich: KI-Richtlinien sind nicht immer sichtbar. Die Ergebnisse dieser Befragung sind nicht repräsentativ, unterstreichen aber den Bedarf an genauen Vorgaben.

„Wenn Schulen keine klaren Regeln kommunizieren und Eltern nur begrenzt Einblick haben, sind Kinder schnell auf sich allein gestellt und orientieren sich an dem, was sie online aufschnappen – ob es Sinn ergibt oder nicht“, sagt Thomas Momotow. „Um riskantes Halbwissen zu vermeiden, wollen wir Familien und Kinder mit konkreten Hilfen unterstützen.“

Der Studienkreis hat dazu den KI-Leitfaden „Schlauer lernen mit KI – Tipps und Tools“ veröffentlicht. Die Broschüre richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, bietet aber auch Eltern eine praktische Hilfestellung für den sinnvollen Umgang mit KI beim Lernen und kann online heruntergeladen werden. 

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Detail-Ergebnisse der repräsentativen YouGov-Umfrage „KI-Nutzung für die Schule“ unter 1.004 Eltern im Auftrag des privaten Bildungsanbieters Studienkreis

Die Daten der Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov-Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum vom 11. bis 24.06.2026 insgesamt 1.004 Personen befragt. Die Erhebung wurde quotiert und die Ergebnisse gewichtet. Die Befragten setzen sich repräsentativ nach der Anzahl der Kinder im Haushalt sowie Region zusammen.

Nutzung KI: 
  • 76 Prozent der Eltern geben an, dass ihr Kind KI für schulische Aufgaben regelmäßig (28 Prozent) oder gelegentlich (48 Prozent) nutzt
  • Kinder unter 12 Jahren nutzen KI deutlich seltener
Unterstützung KI-Einsatz:
  • 54 Prozent der Eltern geben an, die wichtigste Orientierung / Hilfe beim Einsatz von KI für schulische Aufgaben zu sein
  • 41 Prozent der Eltern denken, dass ihre Kinder sich die Fähigkeiten selbst beibringen
  • Umso älter die Kinder sind, umso eher bringen sie sich KI-Fähigkeiten laut der Eltern selbst bei
  • An dritter Stelle sehen Eltern die Schule und Lehrkräfte (35 Prozent) als Orientierung
  • Auch Freund:innen (17 Prozent) und Social Media (12 Prozent) werden als Orientierungshilfe genannt
Wissen über KI-Regeln an der Schule:
  • 54 Prozent der Eltern sagen, dass es Regeln an der Schule gibt
  • Nur 33 Prozent kennen die Regeln, 21 Prozent kennen sie nicht genau (wissen aber, dass es welche gibt)
  • 67 Prozent kennen sich mit den Regeln nicht genau aus bzw. es gibt keine oder sie wissen nicht, ob es Regeln gibt
Information der Schule über KI-Nutzung: 
  • 50 Prozent der Eltern fühlen sich weniger gut oder überhaupt nicht gut über KI-Regeln informiert
  • Nur 14 Prozent geben an, sehr gut informiert zu werden
Wünsche der Eltern an die Schulen zum Thema KI: 
  • Wunsch Nr. 1 der Eltern sind klare Regeln (57 Prozent)
  • An zweiter Stelle wünschen sich Eltern Unterricht zum kompetenten Umgang mit KI (49 Prozent)
    Fortbildungen für Lehrkräfte (39 Prozent) und Kontrolle bzw. Begrenzung von KI für die Schule (37 Prozent) geben die Eltern ebenfalls als Wunsch an
  • Grundschuleltern sehen den Bedarf weniger drängend. Sie wünschen sich signifikant seltener Unterricht zum kompetenten Umgang mit KI (39 Prozent) als Eltern von Kindern anderer Schulformen
  • Dagegen wünschen sich Eltern von Gymnasiast:innen mehr Unterricht zum kompetenten Umgang mit KI (55 Prozent) und Fortbildungen für Lehrkräfte (45 Prozent)
Auseinandersetzung Nutzung KI für die Schule
  • Die Mehrheit (77 %) der Eltern gibt an, nie oder selten wegen der Nutzung von KI für die Schule Auseinandersetzungen mit ihren Kind zu haben
  • Gibt es Auseinandersetzungen, geht es darum, dass sich das Kind zu sehr auf KI verlässt (33 %), ob Antworten der KI richtig und verlässlich sind (33 %), ob das Kind durch KI weniger selbst denkt oder lernt (36 %) und ob KI zu oft genutzt wird (20 %)
  • Eher selten gibt es Auseinandersetzungen darüber, dass die Eltern zu wenig Einblick haben, wie KI genutzt wird (11 %), dass das Kind nicht die Wahrheit erzählt (10 %) und, dass Kinder und Eltern unterschiedliche Ansichten haben (15 %)
*Quellen:
  • Studienkreis (Juni 2026): repräsentative Umfrage durchgeführt von YouGov „KI-Nutzung für die Schule“
  • Studienkreis (Juni 2026): Nicht repräsentative Befragung von 30 Schülerinnen und Schülern des Studienkreises
  • Robert Bosch Stiftung (2026): Deutsches Schulbarometer 2026: Befragung
    Lehrkräfte. Ergebnisse zur aktuellen Lage an allgemein- und berufsbildenden
    Schulen. Stuttgart: Robert Bosch Stiftung.
     

Pressekontakt: 

Studienkreis GmbH 
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Thomas Momotow (Pressesprecher) 
Universitätsstraße 104, 44799 Bochum 
Tel.: 02 34/97 60-122, Fax: 02 34/97 60-100 
E-Mail: tmomotow@studienkreis.de

Über Studienkreis:

Der Studienkreis gehört als Teil der GoStudent Gruppe zu den führenden privaten Bildungsanbietern in Deutschland – vor Ort und online. Das Unternehmen bietet qualifizierte Nachhilfe und schulbegleitenden Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler aller Klassen und Schularten in allen gängigen Fächern. Die individuelle Förderung folgt einem wissenschaftlich belegten Lernkonzept. Dies stärkt das Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler gegenüber ihren Lernerfolgen, verbessert das Vertrauen in ihre Fähigkeiten und hilft ihnen, ihr Potenzial zu entwickeln und zu entfalten. Mit seinen mehr als 900 Standorten gewährleistet der Studienkreis seinen Kundinnen und Kunden ein Angebot in Wohnortnähe und bundesweit professionelle Online-Nachhilfe durch ausgebildete E-Tutoren. Weitere Informationen zur Arbeit und zum Konzept des Studienkreises gibt es unter https://www.studienkreis.de oder gebührenfrei unter der Rufnummer 0800 111 12 12. Kontakt via Social Media: Facebook, Instagram, TikTok, X, LinkedIn, YouTube, Podcast: „Die letzte Reihe“.

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