Natur erleben im Winter

Regen, Sturm und Kälte, nasskalte Feuchtigkeit, die unter die Haut kriecht, düsteres Dämmerlicht: Während im Frühjahr, Sommer und Herbst Eltern die besten Ideen für Spaziergänge in der Natur einfallen, haben selbst hartgesottene Naturfans im Winter Schwierigkeiten.

Raus an die frische Luft!

Kindern merkt man es schnell an, wenn ihnen frische Luft und Bewegung fehlt: Sie drehen in der Wohnung auf, sind quengelig, können abends nicht richtig einschlafen. Dabei gibt es viele Aktivitäten, die Sie gerade im Winter gemeinsam draußen unternehmen können. Richtig ausstaffiert, mit gefütterten Gummistiefeln, Regenhose und regenfester Jacke, können Sie Wind und Wetter trotzen.

Austoben an der frischen Luft ist auch im Winter ganz einfach: Überall laden Pfützen zum Reinspringen ein.

Noch verführerischer werden sie, wenn sie mit einer leichten Eisschicht versehen sind und herrlich knacken, wenn sie der Fuß vorsichtig antickt.

Schon kleinen Kindern können Sie die Zusammenhänge in der Natur und deren Achtung nahebringen, getreu dem Grundsatz: „Was man liebt, das schützt man auch!" Eltern können leicht zur ökologischen Erziehung beitragen. Sie benötigen kein Fachwissen, um das Abenteuer „Natur" auch in der dunklen Jahreszeit zu wagen.

 

Bewegungsspiele in Wald und Flur

Um Naturgegenstände spielerisch kennenzulernen, können die Expeditionsteilnehmer ein Natur-Memory spielen. Mit Buchenrinden, Bucheckern, Zapfen von Fichten, Lärchen und Tannen, Efeublättern, leeren Schneckenhäusern und Haselnüssen lässt sich ein Sammelsurium an Materialien finden, zu denen nun im Memory-Prinzip der gleiche Gegenstand gesammelt werden muss.

Interessantes können Kinder im Wald erleben, der ganz anders aussieht und klingt als im Sommer. Lauschen Sie mal gemeinsam mit Ihrem Kind!

Gerade im Wald sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Erfinden Sie doch zusammen mit Ihren Kindern einfach neue Spiele. Utensilien dafür finden sich auf dem Waldboden genug.

Aber auch der Spielplatz um die Ecke sieht im Januar ganz anders aus als im Juli. Gut ausgestattet, in warmer Thermohose und dicken Handschuhen, laden im Winter Schaukel und Rutsche zum Toben ein. Zum Trainieren der Schwerkraft, zur Steigerung der Geschicklichkeit, des Koordinationsvermögens und des Gleichgewichtssinns taugen die Spielgeräte auch bei schlechtem Wetter.

Es schneit, es schneit!

Wenn es geschneit hat, können die Kinder im Gänsemarsch hintereinander herlaufen und einen richtigen Expeditionspfad treten. Von diesem Pfad aus können sie kleine Erkundigungen durchführen, Tierspuren entdecken und ihnen folgen. Ordnen Sie diese Tierspuren mit einem Bestimmungsbuch zu!

Wenn richtig hoher Schnee liegt, ist es Zeit für einen Schneemann! Bei ausreichenden Schneemengen können Kinder und Eltern sogar ein Iglu bauen. Sie sollten allerdings bedenken, dass dies eine aufwendige Angelegenheit ist. Viel Zeit und gutes Werkzeug sind ein Muss. Ein Mini-Iglu dagegen ist schnell gebaut.

Mit den Händen lassen sich kleine Schneebälle, Schneeplatten oder Schneeblöcke formen, die wie Bausteine zu einem maulwurfshügelgroßen Mini-Schneehaus zusammengesetzt werden. Wenn es fertig ist, bringt ein Teelicht besondere Stimmung in das Winterhäuschen und taut langsam ein Loch in die Decke des Iglus.

Der Schlitten darf natürlich bei einer Expedition im Winter nicht fehlen. Für eine Schlittenfahrt lässt sich immer ein Hang oder ein abschüssiger Weg finden.

Und wie schön ist es, nach einer ausgedehnten Tour aus der kalten Winterluft zurück ins warme Haus zu kommen. Bei Tee, Bratäpfeln oder Plätzchen können Sie mit Ihren Kindern schon die nächste Expedition planen!

 

Kinder brauchen auch im Winter Bewegung

Viel Bewegung ist für eine gesunde Entwicklung von Kindern wichtig – das ist für Eltern nichts Neues. Doch was ist im Winter, wenn die Kinder von einer Erkältung zur nächsten schniefen und zu reinen Stubenhockern werden? Einfach rauszugehen an die frische Luft, draußen zu spielen, über Hecken und Zäune zu jagen, scheint den Sommermonaten vorbehalten zu sein.
Doch auch im Winter sollten Sie ihre Nase in den Wind halten und mit Ihrem Kind draußen auf Entdeckungstour gehen. Bewegung an der frischen Luft regt die Blutzirkulation und den Stoffwechsel an.

So können Kinder ihre Abwehrkräfte stärken. Die trockene, staubige Heizungsluft in der Wohnung schädigt die Schleimhäute in Nasen- und Rachenraum. In der frischen Winterluft können die Schleimhäute wieder Feuchtigkeit aufnehmen, sich regenerieren und dadurch Infekte besser abwehren. Das Immunsystem braucht kontinuierliche Reize, um den Stoffwechsel zu mobilisieren und die körpereigene Abwehr zu verbessern. Kinder mit einer geschwächten Immunabwehr rutschen sonst leicht von einer Erkältung zur nächsten.

Wenn Eltern mit gutem Beispiel vorangehen, lassen sich auch die Kinder nicht gleich von jedem Regenschauer abschrecken.

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Natur erleben im Winter

Lesen Sie, wie Sie mit Kindern die Natur im Winter zum Erlebnis machen, und warum Bewegung auch in der kalten Jahreszeit wichtig ist.

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